Biertipp

Winterzeit, Genussbierzeit: Bier-Sommelière Sylvia Kopp stellt Ihnen feinsinnig abgestimmte, nuancenreiche Starkbiere vor

Wenn die Farbpalette draußen von düster-grau bis glitzerndweiß reicht und die Temperaturen von nasskalt auf klirrendfrostig fallen, dann ist die Zeit reif für wärmende, goldene oder mahagonifarbene Mutmacher – Zeit für Starkbiere. Manche kommen etwas pappig und schwer daher, aber die besten ihrer Art tanzen anregend leicht über den Gaumen. Wer sie mit Muße trinkt, kann mit jedem Schluck neue Nuancen entdecken. Gute Starkbiere machen Laune – bei moderaten sechs Volumenprozent Alkohol.

Als besonders vielschichtiges Vergnügen hat es mir das UERIGE Sticke angetan. Leider macht es sich rar: Nur zweimal im Jahr fließt die starke Altbiervariante aus dem Zapfhahn der UERIGE Hausbrauerei in Düsseldorf. „Hütt Sticke“ (hochdeutsch: „Heute Sticke“) verkündet lapidar ein Schild in der Gaststätte. Das reicht. Die Termine sind bekannt und längst im Kalender vermerkt: Immer am dritten Dienstag im Oktober und Januar ist Sticke-Tag. Anlass für Bier-Fans, der legendären Hausbrauerei einen Besuch abzustatten. Auch ich warte geduldig am Tresen. Denn das Sticke ist ein echtes Charakterbier, das zu meiner Freude reich mit Hopfen gesegnet ist. Der schmeckt nicht einfach nur bitter, sondern bringt interessante zitrusartige und waldwürzige Noten ins Spiel.

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